Antisemitismus:Brunnenvergiftung

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Antisemitismus: Darstellung der Judenpogrome von 1349 in der flandrischen Chronik Antiquitates Flandriae (Bibliothèque Royale Albert Ier, Brüssel, ms. 13076/77)

Darstellung der Judenpogrome von 1349 in der flandrischen Chronik Antiquitates Flandriae (Bibliothèque Royale Albert Ier, Brüssel, ms. 13076/77)

(Foto: Quelle: Wikimedia Commons)

Im 14. Jahrhundert forderte die große europäische Pestepidemie 25 Millionen Todesopfer, etwa ein Drittel der Bevölkerung Europas. Die Ärzte standen der Krankheit hilflos gegenüber, eine medizinische Erklärung für die Seuche gab es noch nicht. So verbreitete sich das Gerücht, Juden könnten dafür verantwortlich sein - als gesellschaftliche Außenseiter eigneten sie sich ideal als Sündenböcke. Man unterstellte ihnen, die Brunnen vergiftet zu haben.

In der Folge wurden hunderttausende Juden in ganz Europa ermordet - die größte antijüdische Pogromwelle bis zur Zeit des Nationalsozialismus. Der Mythos der Brunnenvergifter existierte auch nach der Pest in den Köpfen vieler Menschen weiter und wurde zu einem klassischen Fall antijüdischer Verschwörungstheorien.

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