Jüdischer Weltkongress:Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch

Jüdischer Friedhof Kröpelin geschändet

Hakenkreuz-Schmierereien, wie 2012 auf dem jüdischen Friedhof von Kröpelin in Mecklenburg-Vorpommern, und andere antisemitische Straftaten haben zugenommen.

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa)
  • Der Antisemitismus breitet sich in Deutschland aus. Laut einer Studie des Jüdischen Weltkongresses hat jeder vierte Deutsche antisemitische Gedanken, 41 Prozent meinen, Juden redeten zu viel über den Holocaust.
  • Auch unter Hochschulabsolventen sind antisemitische Stereotypen verbreitet.
  • Es sei Zeit, "dass die gesamte deutsche Gesellschaft Position bezieht", sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Von Stefan Kornelius

Antisemitismus ist in Deutschland weit verbreitet. 27 Prozent aller Deutschen und 18 Prozent einer als "Elite" kategorisierten Bevölkerungsgruppe hegen antisemitische Gedanken, 41 Prozent der Deutschen sind gar der Meinung, Juden redeten zu viel über den Holocaust. Die neuen Zahlen stammen aus einer repräsentativen Umfrage des Jüdischen Weltkongresses, der Dachorganisation jüdischer Gemeinden und Organisationen aus mehr als 100 Ländern. Die Befragung mit 1300 Teilnehmern fand vor zweieinhalb Monaten statt, also vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle. Ihr Ergebnis liegt jetzt der Süddeutschen Zeitung vor.

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