Das Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner (Die Linke) in Templin ist Ziel eines mutmaßlichen Brandanschlags geworden. Das teilte Büttner der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Staatsschutz nahm nach Angaben der Polizei Ermittlungen wegen Brandstiftung auf.
Die Polizei berichtete, am Sonntag gegen 3.40 Uhr habe sie vom Brand eines Schuppens auf einem Privatgrundstück in einem Templiner Ortsteil erfahren. Die alarmierte Feuerwehr habe den Brand bekämpft. Niemand sei verletzt worden.
„Ich werde mich davon nicht einschüchtern lassen“
In unmittelbarer Nähe des angrenzenden Schuppens sei ein verfassungsfeindliches Symbol angebracht worden. Der Hintergrund des Anschlags und die Motivlage seien Gegenstand weiterer Ermittlungen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck als Symbol der Hamas angebracht worden sein.
„Meine Familie befand sich zu diesem Zeitpunkt im Haus“, sagte Büttner. „Wir sind körperlich unverletzt, stehen aber unter dem Eindruck eines schweren Angriffs. Ich werde mich davon nicht einschüchtern lassen.“
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat den mutmaßlichen Anschlag verurteilt. „Extremismus in jedweder Form darf in Brandenburg keinen Platz haben“, teilte der SPD-Politiker mit. „Gewalt gegen Personen oder Dinge ist und bleibt absolut inakzeptabel. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ich hoffe, dass der oder die Täter schnell gefasst werden.“
Brandenburgs Innenminister René Wilke (SPD) versicherte Büttner die Solidarität des Landes. „Andreas Büttner leistet als Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus des Landes Brandenburg einen besonderen Dienst am Land und seinen Menschen“, teilte Wilke mit. „Wir werden Herrn Büttner weiter zur Seite stehen.“

