Anti-Wall-Street-Proteste in Oakland Polizei feuert Tränengas auf Occupy-Demonstranten

Gewaltsame Auseinandersetzung bei Anti-Wall-Street-Aktion: In schwerer Schutzausrüstung räumt die US-Polizei ein Zeltlager vor dem Rathaus in Oakland. Doch die Demonstranten wollen sich nicht geschlagen geben. Als sie sich erneut versammeln, eskaliert die Situation.

Zwei Wochen kampierten die Occupy-Demonstranten vor dem Rathaus von Oakland, dann rückten im Morgengrauen Hunderte Polizisten in schwerer Schutzausrüstung an, um den Platz zu räumen. 75 Menschen wurden festgenommen. Die Situation eskalierte, als die Demonstranten sich nach der Auflösung des Camps erneut versammelten. Mindestens ein Mensch wurde bei den Zusammenstößen verletzt.

Occupy-Bewegung Ausschreitungen bei Occupy-Protesten Video
Kalifornien

Ausschreitungen bei Occupy-Protesten

In Oakland sind Polizisten mit Demonstranten der "Occupy Wall Street"-Bewegung aneinandergeraten.

Wie die New York Times in einem Blog berichtet, kamen die Demonstranten nach der Räumung des Camps am Dienstagabend erneut zusammen. Ein Video zeigt, wie etwa 100 mit Schutzmasken ausgerüstete Polizisten Tränengas auf die Rückkehrer feuern. Zuvor sollen einige der Demonstranten Steine auf die Beamten geworfen haben.

Die Polizisten sollen vor dem Einsatz von Tränengas wiederholt über Lautsprecher gewarnt haben, dass sie "chemische Stoffe" anwenden würden, wenn die Gruppe sich nicht auflösen sollte, berichtete der San Francisco Chronicle. Einige der Demonstranten bewarfen demnach die Beamten mit roter und grüner Farbe und skandierten "deshalb nennen wir Euch Schweine". Von Mitstreitern sollen sie aber gebeten worden sein, sich friedlich zu verhalten.

Die Protestierenden zählen sich zur Bewegung "Occupy Oakland" ("Besetzt Oakland"), angelehnt an die Bankenproteste, die vor wenigen Wochen unter dem Motto "Besetzt die Wall Street" in New York begonnen und sich daraufhin weltweit verbreitetet hatten.

Auch in Atlanta harrten rund 50 Menschen in einem Park aus, nachdem die Polizei diesen umstellt und die Demonstranten aufgefordert hatte, ihre Besetzung zu beenden.