Anti-Terror-Kampf US-Regierung ließ Amerikaner mit Drohnen töten

Washington hat erstmals eingeräumt, den radikalislamischen US-Geistlichen Anwar al-Awlaki getötet zu haben. Justizminister Holder zufolge sind drei weitere Amerikaner bei Anti-Terror-Einsätzen ums Leben gekommen.

Die US-Regierung hat erstmals öffentlich die Tötung eigener Staatsbürger mit Drohnen zugegeben. Insgesamt seien vier Menschen mit amerikanischem Pass bei solchen Anti-Terror-Angriffen außerhalb von Kriegsgebieten wie Afghanistan ums Leben gekommen, heißt es in einem Schreiben von US-Justizminister Eric Holder an den Kongress, das die New York Times am Mittwoch im Internet veröffentlichte.

Absichtlich getötet worden sei der Al-Qaida-Prediger Anwar al-Awlaki. Die drei anderen bei Drohnenschlägen ums Leben gekommenen Amerikaner seien nicht gezielt ins Visier genommen worden.

Holder schrieb den Brief vor einer sicherheitspolitischen Rede des Präsidenten Barack Obama am Donnerstag, die den Anti-Terror-Kampf seiner Regierung zum Inhalt haben soll. Das Schreiben rechtfertigt die Tötung Awlakis im September 2011 im Jemen als angemessen und legal.

Da das ranghohe Al-Qaida-Mitglied viele Terroristen aktiv zu Anschlägen angestachelt haben soll, sei es eine "unmittelbare Gefahr" für das Leben von Amerikanern gewesen. Das Oberste Gericht erlaube "Maßnahmen" zum Schutz vor Terroristen, die sich im Ausland versteckten, auch wenn sie US-Bürger seien, schreibt Holder.