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Anschlag in Manchester:Auch Kinder und Jugendliche unter den Opfern

In der Halle hatte die 23-jährige US-Schauspielerin und Sängerin Ariana Grande ein Konzert gegeben. Nach derzeitigem Wissensstand ereignete sich die Explosion im Foyer. Die Polizei bestätigte, dass unter den Toten und Verletzten auch Kinder und Teenager sind. May bezeichnete den Anschlag in einem Statement als "feige Attacke auf Kinder und junge Menschen". Der Umstand, dass der Angreifer mit "kaltem Kalkül" auf Kinder gezielt habe, mache den Anschlag besonders entsetzlich.

Ariana Grande zählt viele weibliche Teenager und Kinder zu ihren Fans, die in Begleitung ihrer Eltern das Konzert besuchten. Eine Augenzeugin berichtet von hysterischen Szenen unter desorientierten Teenager-Gruppen. In einem Hotel in der Nähe der Arena wurde eine Sammelstelle eingerichtet, in der Angehörige gestrandete Minderjährige abholen können. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Am Dienstag wurde bekannt, dass eines der Opfer eine 18-jährige Studentin aus Lancashire ist; ein weiteres Opfer war gerade acht Jahre alt.

Am Dienstagmittag wurde kurzfristig das Arndale Shopping Center im Zentrum Manchesters evakuiert. Passanten berichteten von einem lauten Knall, Menschen verließen das Zentrum in Panik. Die Polizei nahm einen Mann fest, schrieb aber auf Twitter, die Festnahme stehe nicht im Zusammenhang mit dem Terroranschlag. Bereits wenig später wurde das Einkaufszentrum wieder geöffnet.

Lauter Knall gegen Ende des Konzertes

Übereinstimmenden Berichten zufolge gab es gegen Ende des Konzertes um etwa 22.30 Uhr Ortszeit einen lauten Knall. Danach sollen sofort die Lichter in der Halle angegangen sein. Auf Handy-Videos, die im Internet kursieren, ist zu sehen, wie in der anscheinend voll besetzten Halle Menschen in Panik geraten und schreien.

Die Manchester Arena fasst maximal 21 000 Menschen. Sie ist nach Angaben des Betreibers Europas größte Veranstaltungshalle. Sie steht unmittelbar neben dem zweiten Hauptbahnhof der Stadt, der Victoria Station. Der Bahnhof wurde wegen der andauernden Ermittlungsarbeiten geschlossen und wird dies vorerst noch bleiben, teilte Premierministerin May mit.

Wie schon in ähnlichen Fällen in anderen europäischen Städten gibt es auch in Manchester spontane Hilfsbereitschaft. Unter dem Hashtag #RoomForManchester bieten Menschen auf Twitter jenen Menschen aus dem Konzert Obdach an, die in der Nacht nicht ohne Weiteres nach Hause kommen.

Premierministerin May lobte das Engagement der Einsatzkräfte und die Zivilcourage der Anwohner. Einerseits sei bei dem Anschlag "das Böseste der Menschheit" zutage getreten, andererseits aber auch "das Beste der Menschheit". Dieses habe sich in der Hilfsbereitschaft und Tapferkeit der Menschen offenbart.

Anschlag in Manchester Ein Anschlag auf ein Ariana-Grande-Konzert ist ein Anschlag auf die Jugend

Anschlag in Manchester

Ein Anschlag auf ein Ariana-Grande-Konzert ist ein Anschlag auf die Jugend

Die Amerikanerin zählt zu den größten Teenie-Idolen weltweit. Die ersten identifizierten Todesopfer sind zwei Mädchen - sie sind acht und 18 Jahre alt.   Von Felicitas Kock und Jakob Biazza