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Anschlag in Halle:Das Waffenarsenal des Attentäters

Der Synagogen-Attentäter von Halle hat sich offenbar über Jahre ein großes Waffenarsenal angelegt und sich intensiv mit dem Bau von Waffen beschäftigt. Dies wurde am sechsten Prozesstag am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Naumburg deutlich. Kriminalbeamte des Bundeskriminalamts berichteten im Zeugenstand, welche Waffen bei dem Angeklagten sichergestellt wurden. Einige Bauteile der Waffen stammten demnach aus einem 3-D-Drucker. Der Angeklagte selbst dokumentierte sein Waffenarsenal in einem "Pre-Action-Report". Dabei zeigte ein Foto, dass Stephan B. im Bettkasten zahlreiche Waffen deponiert hatte. Dokumentiert wurden unter anderem Schusswaffen, Messer, ein im Internet gekauftes Schwert, eine selbstgebaute "Grabenkeule" aus einem Holzstiel mit einem Zahnrad sowie Munition. B. hatte am 9. Oktober 2019 einen Anschlag auf die Synagoge in Halle verübt, zwei Menschen erschossen und weitere verletzt.

© SZ vom 26.08.2020 / epd
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