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Hanau:Nacht über Deutschland

Ein rassistischer Terrorangriff auf das Wesen der Stadt: Als die ersten Schüsse fielen, dachte ein Anwohner zunächst an Böller, in der Gegend sei ja immer etwas los.

(Foto: Michael Probst/AP)

Nach dem Anschlag in Hanau zeigt sich, wie schwer die Abgrenzung zwischen Verschwörungstheorie, Wahn und Terrorismus ist. Über eine mörderische Tat in einem zunehmend rassistischen Klima.

Es dauert an diesem Donnerstagmorgen, bis die Bürger der Stadt Hanau realisieren, was in der Nacht geschehen ist. Kadir Köse steht vor seiner Bar und erzählt. Er war in seiner Kneipe, Ecke Heumarkt, man trank Bier und Whisky und spielte Darts. Es war etwa zehn Uhr, auf dem Bildschirm lief Leipzig gegen Tottenham, da hörte Köse es knallen. Böller, dachte er zuerst, in der Gegend ist immer etwas los. Er sei raus auf die Straße, der Pizzabäcker von nebenan habe geschrien, eine Schießerei, gegenüber auf der Straße habe ein Jugendlicher gelegen, vom Täter, sagt Kadir Köse, sei da nichts mehr zu sehen gewesen.

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