USABerichte: Baerbock wechselt an die New Yorker Columbia Universität

Annalena Baerbock, Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen, wechselt ins Lehrfach.
Annalena Baerbock, Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen, wechselt ins Lehrfach.
Michael Kappeler/dpa

Ihr Amt als Präsidentin der UN-Generalversammlung läuft im September aus.  In New York will Baerbock aber bleiben und künftig Führungskräfte ausbilden.

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Annalena Baerbock soll im Anschluss an ihren UN-Posten eine Lehrtätigkeit an der New Yorker Columbia Universität übernehmen. Zum Herbst wird sie Professorin für Global Leadership und Co-Direktorin des Masterprogramms „Master of Public Administration in Global Leadership“, heißt es aus informierten Kreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten Table Media und die Bild berichtet.

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Berühmte Hochschule in New York, die  1754 gegründet wurde. Vergangenes Jahr musste sie nach Protesten auf dem Campus 200 Millionen Dollar Strafe zahlen. Künftig lehrt dort die einstige deutsche Außenministerin.

Von David Kulessa

Der mehrjährige Posten sei dabei eine praxisorientierte Professur, keine klassische Forschungsprofessur. Das Programm richtet sich laut der Universität an Führungskräfte mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung.

Baerbocks einjähriges Amt als Präsidentin der UN-Generalversammlung endet offiziell am 8. September. Ihr Nachfolger wird Khalilur Rahman aus Bangladesch.

UN-Amtszeit geprägt von Spannungen

Baerbock hatte bereits in der Vergangenheit gesagt, sich in New York wohlzufühlen. Sie habe „hier ein Stück weit Anonymität und damit auch Freiheit zurückgewonnen“, hatte sie vor wenigen Wochen der SZ erzählt.

Baerbock war im Juni 2025 mit überwältigender Mehrheit auf den Posten der Präsidentin der UN-Vollversammlung gewählt worden und hatte diesen Anfang September angetreten. Sie ist erst die fünfte Frau, die der Generalversammlung vorsteht.

Ihre Amtszeit war geprägt von internationalen Krisen und zunehmenden Spannungen im multilateralen System. Baerbock setzte sich für eine Reform und Stärkung der Vereinten Nationen ein und machte sich für Frauenrechte, Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung stark. Weitere Schwerpunkte waren der internationale Umgang mit künstlicher Intelligenz und die Suche nach einem Nachfolger für UN-Generalsekretär António Guterres. Dabei forderte sie wiederholt ein transparentes und inklusives Auswahlverfahren und warb dafür, erstmals eine Frau an die Spitze der Vereinten Nationen zu wählen.

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