Großbritannien„Als wolle uns jemand aus dem Establishment tot sehen“

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Polizeibeamte vor Ann Widdecombes Haus, in dem die Politikerin vergangene Woche getötet wurde.
Polizeibeamte vor Ann Widdecombes Haus, in dem die Politikerin vergangene Woche getötet wurde. Jack Taylor/REUTERS

Nach dem Mord an der Brexit-Politikerin Ann Widdecombe fordern Abgeordnete ihrer rechtspopulistischen Partei Reform mehr Schutz. Andere Parteien warnen davor, die Tat für politische Zwecke zu nutzen.

Von Martin Wittmann, London

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Am 8. Juli war Ann Widdecombe morgens noch live im Fernsehen zu sehen. Sie gab dem Sender Talk ein Interview, wortreich und leidenschaftlich, wie immer in ihrer langen Karriere als Politikerin. „Ich habe nur noch sehr wenig Vertrauen in parlamentarische Prozesse“, sagte sie da. Im Hintergrund war eine Bücherwand zu sehen, Widdecombe war zugeschaltet aus ihrem Haus in Devon im ländlichen Südwesten Englands. Um genau 12.19 Uhr schickte sie eine Textnachricht an einen Mitarbeiter eines anderen Fernsehsenders, Channel 5, um ein weiteres Gespräch zu terminieren. Eine halbe Stunde später schickte der Mitarbeiter ihr eine Nachricht, sie könne sich jetzt online zuschalten. Aber Widdecombe antwortete nicht mehr.

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