GlosseDas Streiflicht

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Wer versteht hier wen? Angela Merkel und Wladimir Putin bei einer ihrer ersten Begegnungen im Januar 2007 in Sotschi. Vorne der Hund des Präsidenten, der Witterung aufnimmt.
Wer versteht hier wen? Angela Merkel und Wladimir Putin bei einer ihrer ersten Begegnungen im Januar 2007 in Sotschi. Vorne der Hund des Präsidenten, der Witterung aufnimmt. Dmitry Astakhov ITAR-TASS PO/dpa

Bewegung im Reich der Wörter: Angela Merkel verwahrt sich gegen den Titel „Putinversteherin“, und als teuerstes Wort – 50 Milliarden Euro wert – konnte sich „Zusätzlichkeit“ etablieren.

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(SZ) Unwort des Jahres 2014 wurde zwar die „Lügenpresse“, aber daneben hatte es einige Kandidaten gegeben, die sich ebenfalls sehen lassen konnten. An prominenter Stelle war das der „Russlandversteher“, dessen gängigere Variante der „Putinversteher“ ist. Frauen sind bei diesem generischen Maskulin ausdrücklich mitgemeint, womit wir bei Altbundeskanzlerin Angela Merkel wären, die sich nun im Gespräch mit der Berliner Zeitung gegen dieses „Totschlagargument“ verwahrte. Versteher respektive Versteherinnen seien, so der Tenor ihrer Gegenrede, nicht mit Unterstützern resp. Unterstützerinnen zu verwechseln. Gerade im diplomatischen Geschäft sei es unabdingbar, sich in den Mann und seine Motive hineinzuversetzen und ihn so – durch Einblick wissend, wie Richard Wagner dichten würde – zu demaskieren.

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