Angela Merkel in den Medien weltweit:Deutschlands Mutti oder Mrs. Europa?

Besonnen, fürsorglich und unspektakulär - oder doch geborene Anführerin? Wie Kanzlerin Merkel auf den Titeln internationaler Magazine wegkommt. In Bildern...

10 Bilder

Angela Merkel Cover, Newsweek

Quelle: SZ

1 / 10

"Waiting for Merkel", titelt die europäische Ausgabe des Nachrichtenmagazins Newsweek am 15. März 2010. Die These: Angesichts der Griechenland-Krise muss in Europa einer vorpreschen und das Kommando übernehmen, aber die einzig wahre Kandidatin ziert sich. Hier gilt sie als "Slow-Motion Merkel" - es sei Zeit, in die Gänge zu kommen und die typisch deutschen Skrupel vor der Führungsrolle aufzugeben!, fordert Newsweek von der Kanzlerin.

Quelle: Newsweek

Merkel Cover Time Magazine, Time Magazine

Quelle: SZ

2 / 10

Bereits am 10. Januar 2010 hat das Time-Magazine Kanzlerin Merkel zur "Frau Europa" erkoren. Auch hier die Frage: Worauf wartet sie noch, die unangefochtene Regierungschefin des größten und wirtschaftlich stärksten EU-Lands? Was will Merkel, die das Forbes-Magazin 2009 zum vierten Mal in Folge zur mächtigsten Frau der Welt wählte, aus ihrem Einfluss machen?

Quelle: Time

Merkel Cover Business Week, Business Week

Quelle: SZ

3 / 10

Merkel als mächtigste politische Führungspersönlichkeit in Europa - das sieht auch Business Week so. Das nach eigenen Angaben meistgelesene Wirtschaftsmagazin der Welt fragt in der Ausgabe vom 1. März 2010: "Deutschland oder Europa"? "Mutti" Merkel habe das Wohl des Euro in ihren Händen und müsse jetzt den Mut haben, stärker in die Rettung Griechenlands einzugreifen - auch, wenn die Bundesbürger den Griechen keinen Euro Staatshilfe gönnen.

Quelle: Business Week

Merkel Cover, The Economist

Quelle: SZ

4 / 10

Seit Jahren im Amt und doch ein Mysterium - beschrieb die britische Wochenzeitschrift Economist Ende Juni 2009 Mrs. Merkel. Sie sei - im Gegensatz zu anderen europäischen Leitfiguren - weder charismatisch, noch umwerfend intellektuell oder gar despotisch. So genau könne eigentlich keiner Merkels Charakter beschreiben. Trotzdem sei sie in Deutschland so beliebt wie kein anderer Politiker, wunderte sich das liberale Magazin.

Quelle: The Economist

Merkel Cover, The Economist

Quelle: SZ

5 / 10

Einige Wochen zuvor, Anfang Mai 2009, hatte der Economist "eine neue Hackordnung in Europa" in Wirtschaftsdingen festgestellt: Der liberale Kapitalismus nach angelsächsischem Vorbild sei out und werde selbst vom drögen Modell Deutschland überholt - mit einer die Mundwinkel herunterhängenlassenden Merkel an der Spitze. Ganz oben auf seien aber jetzt die staatsgläubigen Franzosen.

Quelle: The Economist

Merkel Cover, The Economist

Quelle: SZ

6 / 10

"Befreit Angela", beendet die große Koalition!, forderte der Economist von den Deutschen in einer September-Ausgabe vor der Bundestagswahl 2009. Dass Merkel Kanzlerin bleiben würde, war den britischen Reportern klar. Warum sollten die Bundesbürger eine so fähige Frau abwählen?

Quelle: The Economist

Merkel Cover, L'express

Quelle: SZ

7 / 10

Der einzigen Frau im Kreis der europäischen Regierungschefs hat sich auch L'Express in einer Ausgabe von Ende September 2009 verschrieben. Das Titelbild des französischen Nachrichtenmagazins versprach Details über Merkels außergewöhnliches Schicksal, ihre politischen Methoden und das "Mysterium" ihres Privatlebens.

Deutlich weniger freundlich haben sich andere ausländische Medien mit der deutschen Kanzlerin auseinandergesetzt, ...

Quelle: L'Express

Merkel Cover Wprost, dpa

Quelle: SZ

8 / 10

... zum Beispiel Wprost (deutsch: "Direkt") aus Polen. Das rechts-konservative Magazin bezeichnete Merkel im Juni 2007 als "Stiefmutter Europas", auf dem Cover hängt an ihren Brüsten das wohl berühmteste Zwillingspaar des Landes: Polens Präsident Lech Kaczynski (links) und sein Bruder Jaroslaw, damals noch Premier seines Landes.

Tenor des zugehörigen Artikels: Merkel, zu der Zeit Ratspräsidentin der EU, behandle den Rest Europas wie Stiefkinder - insbesondere die polnischen Nachbarn und Spitzenpolitiker. Typisch deutsch eben: bevormundend, dominant, quasi imperialistisch. Mit diesem Titelbild kam Merkel aber noch glimpflich davon, im Gegensatz ...

Foto: AP

Merkel Cover Czas, dpa

Quelle: SZ

9 / 10

... zu diesem Deckblatt: Im März 2007 bildete das polnische Magazin Najwyzszy Czas ("Höchste Zeit") die Kanzlerin in Nazi-Uniform und mit Hitlerbärtchen ab. Mit Bezug auf Deutschlands Ratspräsidentschaft in der EU lautete die Titelzeile: "Der EU-Faschismus greift an." Die Zeitschrift gilt als Sprachrohr der radikal-liberalen polnischen Partei UPR.

Foto: dpa

Merkel Cover Wprost, dpa

Quelle: SZ

10 / 10

Noch geschmackloser war diese Fotomontage Gerhard Schröders auf dem Titel von Wprost: Der damalige Kanzler auf allen Vieren, auf ihm sitzt die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, in Nazi-Uniform. Das Heft war der mediale Tiefpunkt in der emotional geführten Debatte um ein Zentrum gegen Vertreibungen.

Foto: dpa

(sueddeutsche.de/cgn/gba)

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB