Ursprünglich wollte sie Kindergärtnerin werden, ehemalige Nachbarn beschreiben sie als freundlich. Aus Sicht der Bundesanwaltschaft hatte Beate Zschäpe die Aufgabe, die unauffällige Fassade aufrecht zu halten, wenn Böhnhardt (Mitte) und Mundlos (rechts) zum Morden aufbrachen. Sie soll das Geld verwaltet und Zeitungsartikel über die Taten archiviert haben. In der Anklage heißt es, sie sei genauso für die terroristischen Verbrechen verantwortlich wie die beiden Männer - auch wenn sie nicht mitgeschossen haben soll. In München muss sich die 38-Jährige deshalb wegen der Mittäterschaft bei zehn Morden, zwei Sprengstoffanschlägen und fünfzehn bewaffneten Raubüberfällen verantworten. Hinzu kommt der Vorwurf der besonders schweren Brandstiftung und des Mordversuchs an einer Nachbarin und zwei Handwerkern, weil Zschäpe nach dem Tod der beiden Männer die gemeinsame Wohnung in Zwickau angezündet haben soll.

Bild: dpa 29. April 2014, 10:392014-04-29 10:39:27 © Süddeutsche.de/rus