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Vorwahlen in den USA:Weitere US-Demokraten geben Kandidatur auf

Andrew Yang verkündete seinen Rückzug aus dem Rennen um die demokratische Nominierung für die Präsidentschaftswahl 2020.

(Foto: AFP)

Nach Schließung der Wahllokale in New Hampshire verkünden Andrew Yang und Michael Bennet das Ende ihrer Kampagnen. Bei der zweiten Vorwahl liegt nach ersten Ergebnissen Bernie Sanders in Führung.

Unmittelbar nach Abschluss der zweiten Vorwahl im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten haben zwei weiterere Bewerber das Handtuch geworfen. Nach der Schließung der Wahllokale im Bundesstaat New Hampshire erklärte der Unternehmer Andrew Yang am Dienstagabend (Ortszeit), die absehbaren Resultate seien "nicht das Ergebnis, für das wir so hart gekämpft haben". Es gebe derzeit keinen Weg mehr für ihn, sich die Kandidatur der Partei zu sichern, erklärte Yang vor Unterstützern. Auch Michael Bennet, ein Senator aus Colorado, erklärte seinen Rückzug aus dem Rennen. Beide erklärten, sie würden im Wahlkampf den siegreichen Kandidaten der Demokraten unterstützen, um Präsident Donald Trump bei der Wahl im November abzulösen.

Diese Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, sagte Yang. Er hatte sich unter anderem für ein universelles Grundeinkommen eingesetzt. Yang galt nie als besonders aussichtsreich, war aber länger im Rennen geblieben als viele bekanntere Demokraten. Sowohl Yang als auch Bennet erreichten in New Hampshire nach Auszählung erster Ergebnisse wohl nur einen Stimmanteil im unteren einstelligen Prozentbereich. Ursprünglich bemühten sich rund 30 Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei, jetzt sind es noch neun.

In New Hampshire lag nach Auszählung von nur rund 44 Prozent der Wahllokale der linke Senator Bernie Sanders in Führung, gefolgt vom gemäßigten Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg und der ebenfalls moderaten Senatorin Amy Klobuchar. Senatorin Elizabeth Warren und der frühere Vizepräsident Joe Biden lagen auf den Plätzen vier und fünf. Die parteiinternen Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die Wahl festlegen, ziehen sich noch bis zum Frühsommer hin. Im Juli wird der Kandidat offiziell nominiert.

© SZ.de/dpa/mxm
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Von Thorsten Denkler

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