Ampelkrise:Der Koalitionsbruch, eine historische Ausnahme

Ampelkrise: Bundeskanzler Ludwig Erhard bei seinem Wahlsieg 1965. Ein Jahr später findet er sich plötzlich in einer Minderheitsregierung wieder.

Bundeskanzler Ludwig Erhard bei seinem Wahlsieg 1965. Ein Jahr später findet er sich plötzlich in einer Minderheitsregierung wieder.

(Foto: dpa/dpa)

Teile der FDP-Basis fordern einen Ausstieg aus der Ampel, der CSU-Chef redet einer großen Koalition das Wort. In der Geschichte der Bundesrepublik sind Koalitionsbrüche rar - doch alle hatten ihr eigenes Drehbuch.

Von Georg Ismar, Berlin

Zur Geschichte der Ampelkoalition gehört nun auch dieser Brief. Rund 25 Kommunal- und Landespolitiker der FDP haben mit einem "Weckruf Freiheit!" gefordert, den Ausstieg der Liberalen aus der Ampel zu prüfen. "Die FDP wird als Partei wahrgenommen, die sich zum Komplizen einer Politik gemacht hat, die von 70 Prozent der Bevölkerung abgelehnt wird", heißt es in dem Brief an Vorstand, die Minister und Fraktion der FDP. Vom Bürgergeld über Atomausstieg bis zur Migration verbiege sich die FDP bis zur Unkenntlichkeit. "Genau diese Tatsache wird von den Wählern zu Recht abgestraft."

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