ProfilDiese Hüterin der Staatsfinanzen ist unkündbar – bis 2054

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Die „Marianne des Macronismus“: Amélie de Montchalin.
Die „Marianne des Macronismus“: Amélie de Montchalin. BERTRAND GUAY/AFP

Nie zuvor war eine Frau an der Spitze des mächtigen französischen Rechnungshofs. Amélie de Montchalin ist jung und kompetent. Doch ihre Berufung halten viele für einen Skandal.

Von Oliver Meiler, Paris

In diesen Zeiten der allgemeinen Kurzatmigkeit tritt Amélie de Montchalin aus Lyon, bisher französische Budgetministerin, in diesen Tagen ein neues Amt mit schier ewiger Laufzeit an: Première Présidente des Rechnungshofs, oberste Hüterin also über den Umgang des Staates mit dem öffentlichen Geld. Wenn sie will und nichts dazwischenkommt, bleibt sie bis ins Jahr 2054 im Amt, bis sie 68 ist. Niemand kann sie entlassen, mehr Jobsicherheit geht nicht. Damit soll die Cour des Comptes, von Napoleon 1807 eingerichtet, ihre Unabhängigkeit bewahren. Montchalin folgt auf den Sozialisten Pierre Moscovici, der fünfeinhalb Jahre im Amt war.

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