Altkanzler Helmut Schmidt:"Ein paar Jahre habe ich noch"

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Nach dem Tod seiner Frau Loki kennt Altkanzler Helmut Schmidt nur ein Rezept: Arbeiten, nichts als arbeiten. "Ob es gutgeht, werden wir sehen", sagt der Sozialdemokrat.

Es bleiben nur die eigenen Auftritte, die Artikel für die Zeit, die internationalen Gespräche: Mit Arbeit will Helmut Schmidt nach dem Tod seiner Frau Loki neuen Lebensmut schöpfen. "Ein paar Jahre habe ich wahrscheinlich noch", sagte der 91-jährige Altkanzler der Bild-Zeitung. Der SPD-Politiker will demnach vorerst so weiterarbeiten wie vor dem Tod Lokis. An seinen üblichen Terminen werde sich nichts ändern: "Ob es gutgeht, werden wir sehen." Die Anteilnahme von Millionen Deutschen, so Schmidt, habe ihn zwar bewegt, aber nicht helfen können. "Ich war unendlich traurig. Und da konnte mich nichts trösten."

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Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD)

(Foto: dpa)

Loki Schmidt war am 21. Oktober im Alter von 91 Jahren gestorben. In der Todesnacht sei nur seine Tochter bei seiner Frau gewesen, berichtete Schmidt. Es liege ihm auf der Seele, dass er zuletzt nicht bei ihr war. Die beiden sind als modernes Paar aufgetreten: Jeder ging seinen Aufgaben nach, sie hatten größten Respekt voneinander. Als Loki Schmidt einmal äußerte, am liebsten wäre es ihr, wenn sie nicht länger als ihr Mann leben müsste, erwiderte der: "Das hast du nicht in der Hand".

Als Mit-Herausgeber des Wochenblatts Die Zeit ist der Altkanzler nach wie vor im Einsatz. Seine Bücher sind ein großer Erfolg, egal, ob es sich um die Autobiographie "Außer Dienst" oder um die Gesprächsbücher "Unser Jahrhundert" (mit Fritz Stern) oder "Auf eine Zigarette" (mit Giovanni di Lorenzo) handelt.

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