Russland:Väterchen Frost hinter Gittern

Russland: Alexej Nawalny, hier im Februar 2021 vor Gericht, will alle wissen lassen, dass niemand ihn brechen kann.

Alexej Nawalny, hier im Februar 2021 vor Gericht, will alle wissen lassen, dass niemand ihn brechen kann.

(Foto: Alexander Zemlianichenko/AP)

Der Regimekritiker Alexej Nawalny ist wieder aufgetaucht - in einem Straflager am Polarkreis. Und er sendet eine Botschaft.

Von Frank Nienhuysen

Er stellt sich als Väterchen Frost vor, eine Art russischer Weihnachtsmann, nach 20 langen Tagen, die er sich nicht rasiert hat, weil er auf verschlungenem Wege in das verdammt kalte arktische Straflager "Polarwolf" gebracht wurde. Von dort hat sich Alexej Nawalny jetzt mit einem Brief gemeldet, der über einen Anwalt veröffentlicht wurde. Die Reise in Russlands hohen Norden habe den Inhaftierten von Wladimir über Moskau, Tscheljabinsk, Kirow, Workuta bis zum Ort Charp geführt, wo die nächstgelegene Stadt "den schönen Namen" Labytnangi trage.

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Er sei guten Mutes, teilte der 47-Jährige mit. Das Straflager im arktischen Norden gilt als eines der härtesten Gefängnisse Russlands.

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