Al-Qaida in Afghanistan:Ein Terroristenführer aus gutem Hause - getötet auf dem Balkon

Lesezeit: 4 min

Al-Qaida in Afghanistan: Dass al-Sawahiri mitten in Kabul leben konnte, zeigt vermutlich, dass al-Qaida nach dem Abzug der USA wieder stärker in Afghanistan präsent ist.

Dass al-Sawahiri mitten in Kabul leben konnte, zeigt vermutlich, dass al-Qaida nach dem Abzug der USA wieder stärker in Afghanistan präsent ist.

(Foto: -/AFP)

Die USA töten in Kabul Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri, bereits zuvor war die Terrororganisation geschwächt. Während US-Präsident Biden seinen Tod als Sieg verbuchen kann, geraten die Taliban in Erklärungsnot.

Von Tomas Avenarius, Istanbul, und Tobias Matern

Das Zentrum von Kabul, das sind mit Betonpalisaden und Sicherheitsschleusen umstellte Ministerien, verlassene Botschaften, ein paar gute und viele schlechte Hotels. Dazwischen Läden, Restaurants, ein Park, viele Bettler und drumherum die besseren Wohngegenden. Das Stadtzentrum ist eine Hochsicherheitszone nach Taliban-Art: Nicht nur vor allen wichtigen Einrichtungen, sondern auch vor manchen großen, luxuriösen Privathäusern stehen Kämpfer, die einen in Uniform, die anderen in ihren bunten Bauerntrachten. Wer in den bestens bewachten Gebäuden wohnt, weiß keiner. Aber es dürften Taliban-Führer sein oder andere wichtige Personen.

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