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Aktuelles Lexikon:Falschgeld

Gefälscht wird es, seitdem es Geld gibt, aber derzeit seltener. Vor allem Jugendliche nutzen gern "Movie Money".

Die Geschichte des Falschgeldes ist so alt wie die des Geldes selbst. Auch Könige und Kaiser ließen in der rund 2600 Jahre langen Geschichte der Münzen dieses Zahlungsmittel fälschen, um ihre Staatskassen aufzubessern. Beispielsweise indem man bei ihrer Herstellung den Silbergehalt der Münzen reduzierte. Später machten sich Falschmünzer an die illegale Replikation des Papiergeldes, bis heute beschäftigt der Kampf dagegen die Zentralbanken. Sie sorgen dafür, dass gültige Zahlungsmittel in Umlauf kommen. Die Europäische Zentralbank hat jüngst ihre zweite Serie von Euro-Geldscheinen in Umlauf gebracht, ausgestattet mit neuen, effektiveren Sicherheitsmerkmalen. Wer Falschgeld in Umlauf bringt oder es auch nur versucht, macht sich strafbar. Es droht eine Freiheitsstrafe von vielen Jahren. Derzeit kursieren in Deutschland nachgeahmte Euro-Banknoten, die im Theater und in Filmen verwendet werden. Mit diesem "Movie Money" versuchten zuletzt einige Jugendliche, an Kiosken zu bezahlen. Insgesamt geht die Zahl der Blüten in der Euro-Zone zurück, wie die EZB am Freitag berichtete. Der rechnerische Schaden habe 2019 bei 29,2 Millionen Euro gelegen. Es kursieren in der Währungsunion auffallend viele falsche Zwei-Euro-Münzen, wohl weil deren Fälschung einfacher ist als die von Geldscheinen.

© SZ vom 25.01.2020
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