Aktuelles Lexikon Auktion

Auktionen machen alles zu Geld - sogar Mobilfunk-Frequenzen.

Von Catherine HOFFMANN

Alles lässt sich über Auktionen verkaufen, wirklich alles: Werke alter Meister und rare antiquarische Bücher, Fisch und Wein, Werkzeugmaschinen und Mobilfunklizenzen. Wie das geht? Ganz einfach: Bei der bekanntesten und ältesten Form der Auktion nennt der Versteigerer einen Einstiegspreis, der durch Gebote und Gegengebote interessierter Käufer mittels Zuruf oder Zeichengebung so lange gesteigert wird, bis das Höchstgebot erreicht ist oder der Zuschlag erteilt wird. Der Zuschlag erfolgt, wenn in einer bestimmten Zeit kein höherer Preis genannt wird und der Auktionshammer - meist dreimal - fällt. Das Wort Auktion wurde im 16. Jahrhundert als kaufmännischer Terminus aus dem lateinischen "auctio" entlehnt, was eigentlich "Vermehrung" bedeutet, bald aber für "Steigerung des Preises" stand. Auf eine solche Steigerung hofft nun die Bundesnetzagentur, die am Dienstag mit der Auktion von 5G-Mobilfunk-Frequenzen für Deutschland begonnen hat. Zugelassen sind Telekom, Telefónica (O2), Vodafone sowie Drillisch (1&1). Bei der Auktion herrschen besonders strenge Sicherheitsvorkehrungen, damit die Bieter sich nicht untereinander absprechen können. Der Erlös wird auf drei bis fünf Milliarden Euro geschätzt. Das Geld geht an den Bund, der es wiederum für den Digitalausbau nutzen will.