Sexualisierte GewaltDas Leid zwischen Aktendeckeln

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Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte erschweren Betroffenen oft den Zugang zu Archivmaterial.
Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte erschweren Betroffenen oft den Zugang zu Archivmaterial. Arne Dedert/picture alliance/dpa

Für Betroffene sexualisierter Gewalt kann die Dokumentation ihres Falles wichtig für die Aufarbeitung sein. Doch wer Einsicht nehmen will, stößt oft auf hohe Hürden. Ein neuer Ratgeber soll helfen.

Von Annette Zoch

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Angela Marquardt wird den Tag, an dem sie zum ersten Mal in ihre Akte schauen konnte, lange nicht vergessen können. „Ich las, wie in dieser ganz kalten Sprache darüber geschrieben wurde, was mir passiert ist“, sagt sie. Angela Marquardt ist Mitglied im Betroffenenrat bei der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs bei der Bundesregierung (UBSKM). Als Kind wurde sie jahrelang von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht. „Der schlimmste Moment war für mich der, als aus der Akte deutlich geworden ist, dass man mir damals hätte helfen können.“

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