SpionageDer Mann mit den zwei Namen

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Wegen eines möglichen Kriegsverbrechens ermitteln deutsche Staatsanwälte: Ein russischer Kriegsgefangener in ukrainischem Gewahrsam.
Wegen eines möglichen Kriegsverbrechens ermitteln deutsche Staatsanwälte: Ein russischer Kriegsgefangener in ukrainischem Gewahrsam. (Foto: Libkos/Getty Images)

In Frankfurt sollen mutmaßliche Agenten einen Mann aus der Ukraine ausgespäht haben. Nun gibt es Hinweise, dass die Zielperson an einem Kriegsverbrechen an russischen Soldaten beteiligt war. Plante Moskau deshalb ein Attentat in Deutschland?

Von Florian Flade, Ben Heubl, Palina Milling, Jörg Schmitt

Das Grauen des Krieges dauert zwei Minuten und 20 Sekunden. Zu sehen in einem Video von Ende März 2022, aufgenommen auf einer Straße rund zehn Kilometer südlich der ukrainischen Stadt Butscha. Auf den ersten Bildern sind zwei russische Soldaten zu sehen, sie liegen auf der Straße, an den Füßen gefesselt, ihr Blut fließt über den Asphalt. Aus dem Off sind Stimmen zu hören: „Der ist noch am Leben, f***“, „Filme! Das sind Plünderer.“ Dann ist die Mündung eines Schnellfeuergewehrs zu sehen. Es fallen zwei Schüsse, man hört ein schmerzverzerrtes Keuchen, dann ein dritter Schuss. Das Keuchen endet. „Das war’s, f***.“

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„Typisch deutsch“ sei Dieter S. gewesen, sagt der Hausmeister. „Da war nichts“, sagt die Schwester über Alexander J. Die Sicherheitsbehörden aber glauben, dass sie für Putin spioniert, womöglich sogar Anschläge geplant haben. Eine Spurensuche.

SZ PlusVon Sebastian Erb, Lena Kampf, Christoph Koopmann, Jörg Schmitt, Max Weinhold und Ralf Wiegand

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