Afghanistan Zahl der zivilen Opfer steigt

Die Zahl der zivilen Opfer durch Luftangriffe in Afghanistan steigt weiter. Das teilte die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) am Donnerstag über Twitter mit. Bei zwei Luftangriffen allein in dieser Woche seien in der südlichen Provinz Helmand und der östlichen Provinz Kunar 14 Zivilisten getötet worden, unter ihnen fünf Frauen und sieben Kinder. Die UN riefen die Konfliktparteien dazu auf, die internationalen Verpflichtungen zum Schutz von Zivilisten zu respektieren. Laut Unama wurden im ersten Quartal 2019 bei 43 Luftoperationen 145 Zivilisten getötet. Das ist ein Viertel der gesamten getöteten Zivilisten. 39 dieser Luftschläge wurden den internationalen Luftstreitkräften zugerechnet. Auch die noch im Aufbau befindliche afghanische Luftwaffe fliegt Angriffe. Insgesamt gab es bei Luftschlägen und Suchoperationen der regierungstreuen Truppen im ersten Quartal mehr Opfer als bei Angriffen von Aufständischen.