Afghanistan Schwerer Anschlag in Einsatzgebiet der Bundeswehr

Ein Selbstmordattentäter hat im Norden Afghanistans 20 Menschen in den Tod gerissen. Die sonst relativ friedliche Provinz Samangan gehört zum Einsatzgebiet der Bundeswehr.

Im Norden Afghanistans hat ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag auf eine Hochzeitsfeier mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen. Unter ihnen sind auch der einflussreiche Parlamentsabgeordnete und Milizenchef Ahmed Chan Samangani sowie der Geheimdienstchef der Provinz Samangan, Chan Mohammad. Das teilte ein Polizeisprecher in der Provinzhauptstadt Aibak mitteilte.

Nach offiziellen Angaben betrat der Attentäter die Lobby des Hotels, in dem die Tochter von Samangani gerade heiratete, und zündete eine Sprengstoffweste. Mehr als 40 Personen seien verletzt worden.

Die sonst relativ friedliche Provinz Samangan gehört zum Einsatzgebiet der Bundeswehr. Der im Norden Afghanistans einflussreiche Politiker Ahmed Chan gilt als enger Verbündeter von Präsident Hamid Karsai. Als ehemaliger Kriegsherr der sogenannten Nordallianz unterstützt er die Regierung in Kabul im Kampf gegen die radikalislamischen Taliban.

Diese wiesen jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück. Nach ihrer Darstellung sollen persönliche Feinde des Politikers hinter der Tat stecken. "Ahmed Chan war eine einflussreiche Person im Norden (Afghanistans) und hatte zweifellos Feinde", sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid.