Afghanische Ortskräfte:Wie die deutsche Politik mit ihrer humanitären Pflicht umging

Lesezeit: 3 min

Sie schafften es, Tausende andere blieben zurück: Geflüchtete aus Afghanistan in einem Airbus während der Evakuierungsmission der Bundeswehr. (Foto: DPA)

Schon kurz nach dem Abkommen der USA mit den Taliban wusste das Auswärtige Amt: Viele Ortskräfte und ihre Familien wollten dringend nach Deutschland kommen. Darauf vorbereitet hat man sich aber nicht.

Von Paul-Anton Krüger, Berlin

Zu den dunkelsten Kapiteln des überhasteten Abzugs aus Afghanistan gehört, dass Deutschland Tausende Menschen am Hindukusch zurückließ, die dort jahrelang für die Bundesregierung gearbeitet haben - und deswegen jetzt um ihr Leben fürchten müssen. Dabei war die Problematik deutschen Diplomaten grundsätzlich schon im Frühjahr 2020 klar, wenige Wochen, nachdem die USA mit den Taliban das sogenannte Doha-Abkommen geschlossen hatten, mit dem sie den Abzug der Nato-Truppen besiegelten.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusFrancis Fukuyama
:"Warten Sie ab, bis Putin die Macht verliert"

Der US-Politologe Francis Fukuyama prophezeite das "Ende der Geschichte" und wurde über Nacht berühmt. 30 Jahre später hat er noch immer Freude an spektakulären Thesen. Ein Gespräch in Berlin über die Zukunft der Welt - was sonst?

Interview von Sonja Zekri

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: