Afghanistan Nato-Soldat bei Angriff auf Stützpunkt getötet

Bei einem Anschlag auf einen Nato-Stützpunkt ist ein Soldat getötet worden. Bei dem Schusswechsel starben zudem sechs Attentäter.

Bei einem Angriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der Nato und der afghanischen Streitkräfte im Osten Afghanistans ist ein Nato-Soldat getötet worden. Nach Behördenangaben sprengte ein Selbstmordattentäter an der Zufahrt zu dem Komplex in der Provinz Nangarhar ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft. Fünf weitere Angreifer versuchten, den Stützpunkt zu stürmen. Sie wurden bei einem längeren Schusswechsel getötet.

Der Angriff ereignete sich im Distrikt Schinwar zwischen Kabul und dem Nachbarland Pakistan, wo sich viele Kämpfer der radikalislamischen Taliban-Miliz versteckt halten. Ein Taliban-Sprecher bekannte sich im Namen der Organisation zu dem Angriff.

Die ISAF-Kampftruppen sollen bis Ende 2014 das Land verlassen, anschließend sind noch Ausbildungs- und Unterstützungsmissionen vorgesehen. Im April stehen in Afghanistan außerdem Präsidentschaftswahlen an. Vor dem Hintergrund beider Ereignisse hatten die Taliban immer wieder erklärt, ihren Druck auf ausländische Soldaten und die afghanischen Behörden zu erhöhen. Sie streben nach der Machtübernahme im Land, während die Regierung Versöhnungsgespräche anpeilt.