Afghanistan:Luftschläge gegen Taliban

In den ersten sechs Monaten des Jahres sind in Afghanistan fast 5200 Zivilisten verletzt oder getötet worden - ein Anstieg um 47 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020. Das geht aus einem Bericht hervor, den die UN-Mission in Afghanistan am Montag in Kabul veröffentlichte. Besonders viele Opfer gab es im Mai und Juni, als der Abzug der internationalen Truppen begann. Gleichzeitig starteten die militant-islamistischen Taliban mehrere Militäroffensiven. Die letzten Soldaten der Bundeswehr haben Afghanistan Ende Juni verlassen. Die US-Kampftruppen sollen bis Ende August abziehen. Die Taliban haben seit Anfang Mai mehr als 160 der 400 Bezirke des Landes neu erobert. Beobachter befürchten, dass die Taliban das Land militärisch übernehmen wollen. In dem UN-Bericht heißt es, das Streben nach einer militärischen Lösung werde das Leiden des afghanischen Volkes nur noch verstärken. Die USA hatten am Sonntag angekündigt, noch während ihres laufenden Abzugs aus Afghanistan die dortigen Regierungstruppen mit Luftangriffen gegen die Taliban zu unterstützen.

© SZ vom 27.07.2021 / dpa, Reuters
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