Afghanistan-Krise:Konsequenzen für den BND

Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienst-Kontrollgremiums im Bundestag, Konstantin von Notz (Grüne), fordert Konsequenzen aus dem Agieren des Bundesnachrichtendiensts (BND) in Afghanistan. Der Geheimdienst müsse viel mehr wissenschaftliche Expertise einbinden. Die Kunst bestehe nicht nur darin, möglichst viele Daten zu sammeln. "Man muss den Gehalt aus der Masse an Informationen auch mit Wissenschaft und Forschung abgleichen." Hier sei der BND seit Jahren zu schwach, dasselbe Problem habe auch das Bundesamt für Verfassungsschutz. "Man rüstet überall technisch immer weiter auf. Man müsste stattdessen bei Fachkenntnissen im Bereich der Kulturwissenschaften und Sprachen deutlich aufholen." Der BND steht in der Kritik, weil er die Machtübernahme der Taliban nicht rechtzeitig vorhergesehen hatte.

© SZ vom 27.08.2021 / rst
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB