Afghanistan:Kein landesweites Verbot

Die radikalislamische Taliban-Regierung in Afghanistan setzt ihren Ausschluss von Mädchen von höherer Schulbildung offenbar bisher nicht landesweit durch. "In unseren Mädchen-Oberschulen in Nangahar besuchen alle Mädchen weiterhin bis Klasse 12, also bis zum Abitur, den Unterricht", teilte die private Entwicklungsorganisation Kinderhilfe Afghanistan im bayerischen Mintraching mit. "Auch unsere Computer-Klassen und Schneiderinnenschulen laufen völlig ungestört weiter", heißt es im Newsletter der Organisation. Die Vorschrift der Taliban, dass Mädchen nur noch bis zur siebten Klasse zur Schule dürften, gelte "in vielen Provinzen, aber eben nicht überall". Die Organisation wurde vom früheren Bundeswehrarzt Reinhard Erös und dessen Familie 1998 gegründet. Sie beschäftigt heute laut Eigendarstellung etwa 1500 Mitarbeiter in Afghanistan und betreibt dort 30 auch von Mädchen besuchte Schulen sowie eine Universität.

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