Flucht aus Afghanistan:Wie Bürokratie das Ausfliegen von Ortskräften verhinderte

Luftaufnahme von Afghanistan aus einer Transall Masar e Scharif Afghanistan View over Afghanis

Flug über Masar-i-Sharif im Jahr 2008. Deutschland wollte im Juni Ortskräfte von hier ausfliegen. Die Flüge wurden jedoch wieder storniert.

(Foto: Ute Grabowsky/imago/photothek)

Bereits für den 25. Juni hatte das Verteidigungsministerium zwei Charterflugzeuge organisiert, um bis zu 300 Bundeswehr-Helfer und ihre Angehörigen aus Masar-i-Scharif zu retten. Doch die Flüge wurden wieder storniert.

Von Mike Szymanski, Berlin

Die Bundesregierung hat eine Möglichkeit verstreichen lassen, frühzeitig und sicher afghanische Helfer der Bundeswehr aus dem Land zu bringen, die mit dem Abzug internationaler Truppen um ihr Leben fürchten müssen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hatte das Verteidigungsministerium bereits für den 25. Juni, vier Tage vor dem Ende des Bundeswehreinsatzes in dem Land, zwei Charterflugzeuge bei zwei spanischen Airlines organisiert.

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