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Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr:Schmerzhafte Erkenntnis

Bundeswehr in Afghanistan

Präsenz ohne Ende: Ein Bundeswehrsoldat bei Masar-i-Scharif in Afghanistan.

(Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Ende 2001 beschloss die Bundesregierung, deutsche Streitkräfte nach Afghanistan zu schicken. Heute zieht sie Bilanz: Frieden gibt es immer noch nicht. Nun sollen wieder mehr Soldaten am Hindukusch eingesetzt werden.

Von Mike Szymanski, Berlin

Die Bundesregierung zieht eine ernüchternde, teilweise selbstkritische Zwischenbilanz ihres zivilen und militärischen Einsatzes in Afghanistan. Siebzehn Jahre nach Ende der Taliban-Herrschaft sei das Land immer noch geprägt von einer schwierigen Sicherheitslage und einer "nicht in allen Landesteilen handlungsfähigen Regierung", heißt es in einem Bericht zu den Perspektiven des Landes, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Die Zeit seit 2001 umfasse "Rückschläge sowie Bereiche der Stagnation, in denen internationale Unterstützung zuweilen eine weitere Verschlechterung verhindert hat". Ausdrücklich warnt der Bericht vor einem einseitigen Rückzug Deutschlands. Dies hätte Folgen für Deutschlands "Glaubwürdigkeit als Partner in Nato und EU". Ein Ende des Engagements der internationalen Gemeinschaft könne "eine Kettenreaktion mit unkalkulierbaren Konsequenzen" auslösen.

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