Geld statt SchutzFast alle Afghanen lehnen Dobrindts Angebot ab

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Sie haben es geschafft: Am 11. November sind einige afghanische Staatsangehörige, die eine Aufnahmezusage hatten, in Hannover gelandet.
Sie haben es geschafft: Am 11. November sind einige afghanische Staatsangehörige, die eine Aufnahmezusage hatten, in Hannover gelandet. (Foto: Moritz Frankenberg/dpa)

Die Bundesregierung hat bedrohten Afghanen mit deutscher Aufnahmezusage Tausende Euro angeboten, wenn sie nicht nach Deutschland kommen. Kaum jemand geht darauf ein.

Von Markus Balser, Berlin

Sie hatten eine schwere Wahl zu treffen und haben der Bundesregierung eine klare Ansage gemacht. Nachdem in der Nacht zum Dienstag die Frist für das umstrittene Angebot des Bundesinnenministeriums von Alexander Dobrindt (CSU) auslief, wird klar: Die in Pakistan gestrandeten Afghanen mit deutscher Aufnahmezusage lehnen fast alle einen freiwilligen Rückzug aus dem Schutzprogramm gegen Geld ab. Von insgesamt 700 angeschriebenen Betroffenen hätten sich nur zehn Familien für das Angebot entschieden, sagt Eva Beyer, Sprecherin des Hilfsvereins Kabul Luftbrücke. Einige hatten Visa für andere Länder in Aussicht und müssen nicht nach Afghanistan zurück.

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