Europa-Wahlkampf:Otter im Wahlkampfsumpf

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Pelziger Körper, Knopfaugen und lange Schnurrhaaren: Der Fischotter ist ein Sympathieträger. (Foto: Patrick Pleul/dpa)

Der AfD-Nachwuchs gibt sich in den sozialen Medien ökologisch. Die Umweltorganisation Nabu geht dagegen nun juristisch vor.

Von Markus Balser, Berlin

Es geht ihm nicht wirklich gut, dem europäischen Fischotter. Die Jagd, verschmutzte Gewässer, zerstörte Lebensräume – all das setzt dem possierlichen Tierchen zu. Seit Jahren setzt sich der Nabu deshalb für dessen Schutz ein und freut sich auch über Öffentlichkeit für die Probleme des Tiers. Was das Social-Media-Team der Umweltorganisation aber gerade im Netz entdeckte, löste in der NGO Entsetzen aus. Zu sehen war ein computeranimierter Wahlaufruf mit dem Konterfei eines kämpferischen Otters samt erhobener Pfote. Botschaft: „Ich bin Europäer“. Zum Ärger der Umweltschützer war auf dem Wahlaufruf nicht nur das Nabu-Logo zu sehen, sondern auch noch die Forderung: „AfD wählen!“ Das aber hatte der Nabu nie gefordert.

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