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Landtagswahl:AfD-Liste in Sachsen auf 18 Plätze gestutzt

Landesparteitag der AfD Sachsen 2019

Stoffbeutel mit dem Bundesadler liegen am Rande des Landesparteitags der AfD in Lommatzsch neben einem Poster mit der Aufschrift 'Wir für Deutschland'.

(Foto: dpa)
  • Die Wahlliste der AfD für die sächsische Landtagswahl ist auf 18 Kandidaten gekürzt worden.
  • Das entschied der Landeswahlausschuss in Kamenz.
  • In Umfragen liegen die Rechtspopulisten gleichauf mit der regierenden CDU.

Knapp zwei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen am 1. September steht die Alternative für Deutschland (AfD) vor einem großen Problem. Die Kandidatenliste der rechten Partei für den Urnengang wurde vom Landeswahlausschuss von 61 Personen auf 18 Personen geschrumpft. Das berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). Als Grund werden Formfehler bei der Kandidatenaufstellung angegeben.

Demnach hatte die AfD zunächst zwei Listen eingereicht, eine mit den ersten 18 Kandidaten und eine andere mit Kandidaten von 19 bis 61. Anschließend habe die Partei dann eine einheitliche Liste geliefert. Der Landeswahlausschuss in Kamenz akzeptiert nur die erste Liste, auf der 18 Kandidaten stehen. Die AfD hat damit knapp zwei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen einen Rückschlag erlitten. In den Umfragen liegt die Partei seit Monaten bei etwa 25 Prozent. Sie konnte bisher also damit rechnen, jedes vierte der mindestens 120 Landtagsmandate zu gewinnen.

Die Entscheidung des Wahlausschusses könnte sich bei der Landtagswahl drastisch auswirken. Denn wenn die AfD über die Liste nur 18 Personen in den Landtag schicken kann, bliebe nur die Möglichkeit, über gewonnene Direktmandate die Abgeordnetenanzahl zu steigern. Im aktuellen Landtag sitzen 126 Abgeordnete.

Derzeit sehen Umfragen die Rechtspopulisten gleichauf mit der regierenden CDU. Nach dem aktuellen Sachsen-Trend des MDR von Anfang Juli kommen beide Parteien auf 26 Prozent der Stimmen.

Die Linke würde bei der Sonntagsfrage mit 15 Prozent auf dem dritten Platz landen. Die Grünen wären laut Umfrage viertstärkste Kraft mit zwölf Prozent. Die SPD verliert weiter und würde mit neun Prozent nur noch ein einstelliges Ergebnis verbuchen, die FDP könnte es mit fünf Prozent knapp wieder in den Landtag schaffen. Für die Wahlumfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap Ende Juni rund 1000 Wahlberechtigte in Sachsen befragt.

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