Der Plan der AfD geht eigentlich so: Wähler, egal ob treue oder potenzielle, gewinnt man mit innen- und wirtschaftspolitischen Themen. Die Außenpolitik hingegen soll vor allem einen Zweck erfüllen: keine Probleme bereiten. So steht es jedenfalls im internen Strategiepapier der Partei. Die Realität aber ist eine andere: Hinter der AfD liegt eine Woche mit internen Konflikten bis hinein in die Parteispitze. Auslöser ist genau jener Bereich, der eigentlich keinen Ärger machen soll: die Außenpolitik, genauer gesagt die Frage, wie die AfD es eigentlich mit Russland hält.
BundestagDie Russland-Frage spaltet die AfD
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Der Streit darüber, wie es die Partei mit Moskau halten soll, eskaliert bis in die Führung hinein – und der Kreml freut sich, dass Co-Chef Chrupalla die russische Sicht ins deutsche Fernsehen trägt.
Von Silke Bigalke und Tim Frehler, Berlin
