AfD:Alles, was rechts ist

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Sogar in der europäischen Rechtsfraktion sei die AfD inzwischen isoliert, sagt Jörg Meuthen. "Sie ist vielen zu weit rechts." (Foto: Rolf Vennenbernd/picture alliance/dpa)

Radikalisierung in der Provinz, glühende Drähte in den Kreml: Der Verfassungsschutz sieht in der AfD eine Gefahr für die Demokratie. Lange fehlten Beweise. Entscheidet jetzt ein prominenter Aussteiger über die Zukunft der Partei?

Von Markus Balser und Ronen Steinke, Berlin

Aufsehenerregende Kronzeugen hat es schon viele gegeben in der Rechtsgeschichte. Überläufer, die der Justiz halfen, ihre früheren Vertrauten zu überführen. So wie John Dean, der Berater von Richard Nixon, der den US-Präsidenten in den Siebzigerjahren mit seiner Aussage in der Watergate-Affäre stürzte. Oder Tommaso Buscetta, der die größten Mafia-Prozesse in den Achtzigern und Neunzigern in Italien ermöglichte. Er sei für sie wie ein Lehrer gewesen, der sie in die Sprache der Mafia eingewiesen habe, sagten Staatsanwälte damals. Am Ende wurden mit Buscettas Hilfe 360 Angeklagte zu insgesamt 2665 Jahren Haft verurteilt

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