Es gehört zum Wesen eines AfD-Wahlkampfs, dass er keine heiße Phase kennt, keinen Anfang und kein Ende. Die Abgeordneten sind pausenlos unterwegs in Mecklenburg-Vorpommerns Hinterland. Es vergeht keine Woche zwischen Anklam und Zarrentin ohne Stammtisch oder Bürgerabend. In die Universitätsstädte verschlägt es die Partei eher selten, zu viel Gegenwind. Den spürt auch Enrico Schult, als er hinter das Rednerpult tritt, auf dem Neuen Markt in Rostock, der an einem sonnigen Samstag im Juli von Gegendemonstranten umzingelt ist.
Wahl in Mecklenburg-Vorpommern„Am 20.9. ist Feierabend, dann fließt das Geld in die Taschen unserer Bürger“
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Politik gehört an den Abendbrottisch, außer er macht sie selbst: AfD-Spitzenkandidat Enrico Schult auf der Wahlkampfbühne.
Jens Büttner/dpaEnrico Schult ist Spitzenkandidat der AfD im Nordosten, doch im Wahlkampf richten sich die Kameras auf andere. Dabei prägen seine radikalen Positionen das Programm. Bald könnte er das Gesicht der Partei sein.
Von Ulrike Nimz, Rostock/Gützkow/Teterow
