Die beiden AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla und Alice Weidel haben sich darauf verständigt, dass Weidel die Partei bei der Bundestagswahl als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf führen soll.
Das wurde der Deutschen Presse-Agentur am Freitag aus Parteikreisen bestätigt. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Das sei bisher aber nur eine Absprache der beiden Vorsitzenden, sagte der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner der dpa. Das müsse nun noch durch die Gremien der Partei bestätigt werden.
Das RND meldete, Anfang Dezember sollten der Bundesvorstand und die Bund-Länder-Konferenz über die Personalie abstimmen.
„Alice Weidel wäre eine sehr gute Kanzlerkandidatin“
Im Januar folgt der Parteikonvent. Im März soll Weidel dann offiziell auf dem Bundesparteitag der AfD von den Delegierten gewählt werden. Dass Chrupalla Weidel den Vortritt lässt, kommt nicht völlig überraschend. Schon vor Wochen hatte Chrupalla in der ARD gesagt: „Alice Weidel wäre eine sehr gute Kanzlerkandidatin, was ich auch unterstützen würde.“
Weidel selbst hatte sich im ZDF-Sommerinterview noch bedeckt gehalten. „Ich kann mir viele Kandidaten vorstellen, und das ist noch gar nicht durch“, sagte sie damals.

