Machtkampf in der AfD:Rechts gegen noch rechter

AfD Kalbitz Gauland Meuthen

Damals noch vereint im Erfolg: Jörg Urban, Andreas Kalbitz, Alexander Gauland und Jörg Meuthen (von links nach rechts) nach den Wahlen in Brandenburg und Sachsen.

(Foto: Carsten Koall/Getty Images)

Machtkämpfe gab es immer wieder in der AfD. Der Rauswurf von Andreas Kalbitz spiegelt einen Kernkonflikt der Partei: Braucht man die extrem Rechten - oder muss man sie so schnell wie möglich loswerden, um zu überleben?

Von Markus Balser, Georg Mascolo, Sebastian Pittelkow, Katja Riedel und Jens Schneider

Es gibt ein Foto aus dem Jahr 2007 von Andreas Kalbitz, dem Rechtsaußen der AfD, der plötzlich nicht mehr in der AfD sein darf. Seit vergangenem Freitag ist der gebürtige Münchner, der die AfD in Brandenburg führte und auch seit Jahren dem Bundesvorstand angehörte, draußen. Der Rauswurf hat auch mit diesem Bild zu tun. Es zeigt Kalbitz in kurzen Lederhosen und olivgrünem T-Shirt in einem Zeltlager der rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend". Er sieht ganz so aus, wie man sich den Teilnehmer eines Camps von Neonazis mit Frühsport und "germanischem Mehrkampf" vorstellt, es war ein Pfingsttreffen der heute verbotenen Organisation. Als der AfD-Politiker vor einiger Zeit mit diesem und anderen Bildern konfrontiert wurde, hatte er eine bizarre Ausrede parat. Er sei als Gast dort gewesen, sagte er, "um mir das mal anzuschauen".

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