Nordrhein-WestfalenEin AfD-Mann soll Gelsenkirchen repräsentieren

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AfD-Politiker Norbert Emmerich gibt am Abend der NRW-Kommunalwahl im September ein Interview.
AfD-Politiker Norbert Emmerich gibt am Abend der NRW-Kommunalwahl im September ein Interview. (Foto: Henning Kaiser/dpa)

Ein AfD-Kandidat wird zum stellvertretenden Bürgermeister von Gelsenkirchen gewählt – weil er mehr Stimmen bekommt, als seine Partei Sitze im Rat hat.  Wer hat ihm zur Wahl verholfen?

Von Christoph Koopmann, Düsseldorf

Als die Oberbürgermeisterin das Ergebnis verliest, ist es ziemlich still im Ratsaal von Gelsenkirchen. Erst mit einigem Zögern kommt der Applaus. Direkt danach beantragt die SPD-Fraktion, die Sitzung zu unterbrechen. Die meisten hier müssen sich offenbar erst mal sammeln. Denn gerade ist etwas passiert, mit dem kaum jemand gerechnet hatte: Die AfD hat den Posten des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters bekommen. Ihr Stadtverordneter Norbert Emmerich wird die Stadt Gelsenkirchen also künftig bei Grundsteinlegungen, Veranstaltungseröffnungen, Jubiläen vertreten, wenn Oberbürgermeisterin Andrea Henze von der SPD nicht kann. Bei den anderen Fraktionen im Rat: Schockzustand.

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