AfD vor der Europawahl:Abkehr von den Schmuddelkindern

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Will offenbar so anschlussfähig werden, wie es die Postfaschisten um Giorgia Meloni vermeintlich schon sind: Marine Le Pen, Abgeordnete des Rassemblement National. (Foto: Ed Jones/AFP)

Frankreichs Rechte will im EU-Parlament nicht mehr mit der AfD kooperieren. Marine Le Pen und ihr italienisches Pendant Giorgia Meloni tragen ihren Populismus lieber weichgespülter vor - zum Gefallen der europäischen Konservativen.

Von Hubert Wetzel, Brüssel

Nach einer Wahl gelten mitunter andere Regeln als vor einer Wahl. Wie ernst die französischen Rechtsextremisten ihre Ankündigung tatsächlich meinen, von Herbst an im EU-Parlament nicht mehr mit den deutschen Rechtsextremisten in einer Fraktion zusammenarbeiten zu wollen, wird man daher wohl abwarten müssen. Zunächst geht es für alle Parteien darum, bei der Europawahl am 9. Juni in ihren jeweiligen Ländern möglichst viele Stimmen zu bekommen - und sich in eine machtpolitisch günstige Position zu manövrieren. Wer dann neben wem im Plenarsaal Platz nehmen darf, ist eine andere Frage.

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