AfD-MitarbeiteraffäreNur zum Schein im Wahlkreisbüro

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Veruntreut die AfD für die Arbeit im Parlament gedachte Gelder? Die Frage treibt insbesondere den Landesverband Niedersachsen, aber auch die Parteispitze um.
Veruntreut die AfD für die Arbeit im Parlament gedachte Gelder? Die Frage treibt insbesondere den Landesverband Niedersachsen, aber auch die Parteispitze um. Julian Stratenschulte/DPA

Der Mitarbeiter eines AfD-Abgeordneten wird aus Steuermitteln bezahlt, soll aber für die Partei gearbeitet haben. Das soll in Niedersachsen System gehabt haben, wäre jedoch illegal. Die AfD bestreitet die Vorwürfe.

Von Sebastian Erb und Tim Frehler, Berlin

Am 9. Oktober bekommt der AfD-Bundestagsabgeordnete Micha Fehre eine Whatsapp-Nachricht. Die Schilder fürs neue AfD-Büro seien angebracht, schreibt ihm ein Mann namens Michael Oelrich, 47. „Sieht klasse aus!“, antwortet ihm Fehre. Zwei Tage später schmeißt die AfD eine Party, um ihr neues Büro in Nienburg einzuweihen, einer Kleinstadt zwischen Hannover und Bremen. Auch der Bundestagsabgeordnete Fehre ist gekommen, ebenso wie Michael Oelrich. Es ist eines der wenigen Male, bei denen sich die beiden bewusst persönlich begegnen. Die Nachrichten über die Schilder sind die ersten, die die beiden ausgetauscht haben.

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