GesundheitswesenKann das Primärarztsystem funktionieren?

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Viele Fachärzte beschweren sich über Patienten, die Termine bei ihnen buchen, obwohl sie beim Hausarzt besser aufgehoben wären. Das neue System soll das ändern.
Viele Fachärzte beschweren sich über Patienten, die Termine bei ihnen buchen, obwohl sie beim Hausarzt besser aufgehoben wären. Das neue System soll das ändern. (Foto: Sebastian Kahnert/DPA)

Künftig soll der Hausarzt die erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten sein. Das hat die Bundesregierung angekündigt. Eine Anfrage der Grünen weckt Zweifel daran, dass der Plan realistisch ist.

Von Rainer Stadler

Vor gut dreieinhalb Monaten übernahm Nina Warken (CDU) das Bundesgesundheitsministerium – und damit auch etliche Großbaustellen. Seitdem fragen sich nicht nur Fachleute, wie die neue Ministerin, die keine ausgeprägte Expertise für das Amt mitbrachte, die komplizierten Probleme des Gesundheitssystems in den Griff bekommen will. Die Kosten steigen rasant, gleichzeitig offenbaren sich immer größere Lücken bei der Versorgung. Ein großes Problem: Patientinnen und Patienten beklagen, dass sie oft Wochen oder sogar Monate auf einen Facharzttermin warten müssen. Fachärzte wiederum beschweren sich über Patienten, die Termine bei ihnen buchen, obwohl sie beim Hausarzt besser aufgehoben wären.

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:Was das Primärarzt-System für Patienten und Ärzte bedeutet

Die Regierung will Hausärzte zur ersten Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten machen. Sie sollen entscheiden, ob ein Besuch beim Facharzt nötig ist. Das Vorhaben birgt Risiken, könnte aber die Versorgung verbessern.

SZ PlusVon Bastian Brinkmann und Rainer Stadler

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