Ägypten: Reaktionen:"Heute ist ein Tag großer Freude"

Zeitenwende am Nil, Aufatmen in der westlichen Welt: Die Nachricht vom Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Mubarak hat für Erleichterung und Freude gesorgt. Die Reaktionen in Bildern.

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Quelle: AFP

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Ägypten erlebt mit dem erzwungenen Abgang seines Staatschefs Mubarak eine historische Zäsur. In Kairo und im ganzen Land jubelt die Demokratiebewegung. Stundenlang hatten die Demonstranten am Donnerstag hoffnungsvoll auf eine Erklärung Mubaraks gewartet und waren dann enttäuscht worden. Der 82-Jährige hatte nach fast 30 Jahren im Amt einen Rücktritt erneut abgelehnt. Am Freitag dann aber Riesenjubel: Vize Suleiman verkündet den Rücktritt des Diktators.

Mohamed ElBaradei

Quelle: AP

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Oppositionsführer Mohamed ElBaradei erklärte: "Das Land ist nach Jahrzehnten der Unterdrückung befreit." Er sprach vom "großartigsten Tag meines Lebens".

Bundeskanzlerin Merkel empfaengt Amr Moussa

Quelle: dapd

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Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, ist nach dem Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak von einer positiven Zukunft des Landes überzeugt. "Ich bin optimistisch, dass wir den richtigen Weg für Ägypten und das ägyptische Volk einschlagen werden", sagte der frühere Außenminister des Landes. Der Abgang Mubaraks bedeute, "dass wir erreicht haben, was das Volk gefordert hat".

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon

Quelle: dpa

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte freie Wahlen in Ägypten. "In diesem historischen Moment erneuere ich meinen Ruf nach einem friedlichen, transparenten und geordneten Wandel. Das bedeutet vor allem freie, faire und glaubwürdige Wahlen", sagte Ban. Er respektiere die "schwere Entscheidung" Mubaraks, sie sei im Interesse des ägyptischen Volkes. "Die Stimme des ägyptischen Volkes und insbesondere seiner Jugend wurde gehört und es liegt nun an ihm, die Zukunft zu gestalten", sagte Ban. Er lobte die Ägypter für ihren friedlichen und mutigen Protest.

U.S. President Obama makes a statement on Egypt at the White House in Washington

Quelle: REUTERS

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US-Präsident Barack Obama hat den Rücktritt des ägyptischen Staatschefs begrüßt. Die Stimme des Volkes sei gehört worden. Nach dem Rückzug Mubaraks sei Ägypten nicht mehr dasselbe Land wie vorher. "Aber dies ist nicht das Ende des Wandels in Ägypten, das ist ein Anfang", sagte Obama in Washington. Es stünden sicher schwierige Tage bevor, an deren Ende "echte" Demokratie stehen müsse. Obama rief das ägyptische Militär auf, die Rechte des Volkes zu achten. Er forderte die Aufhebung des Ausnahmezustandes sowie Verfassungsänderungen, die den den Weg zu freien und fairen Wahlen ebneten. Es müssten breite Teile der Gesellschaft in den Veränderungsprozess einbezogen werden.

U.S. Vice President Joseph Biden speaks at the 30th Street Station in Philadelphia

Quelle: REUTERS

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US-Vizepräsident Joe Biden sagte, der Machtwechsel in Ägypten sei ein entscheidender Augenblick in der Geschichte des Landes und für den Nahen Osten. Der Wandel in Ägypten müsse unumkehrbar sein.

Catherine Ashton

Quelle: AP

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Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton äußerte Respekt für die Entscheidung Mubaraks. Mit seinem Rücktritt habe er auf das ägyptische Volk gehört und den Weg für raschere und tiefergreifende Reformen geebnet. "Die Zukunft Ägyptens liegt zu Recht in der Hand des ägyptischen Volkes. Die EU ist bereit, in jeder ihr möglichen Weise zu helfen."

Kundus-Untersuchungsausschuss

Quelle: dapd

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich sehr erfreut über die Entwicklung in Ägypten geäußert. "Wir sind alle Zeugen eines historischen Wandels", sagte sie in Berlin, kurz nachdem der Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak bekannt wurde. Die Kanzlerin betonte, sie wünsche den Ägyptern eine Gesellschaft "ohne Korruption, Zensur, Verhaftung und Folter". Die Entwicklung in Ägypten müsse jetzt unumkehrbar gemacht und friedlich gestaltet werden. "Am Ende der Entwicklung müssen freie Wahlen stehen."

47. Muenchener Sicherheitskonferenz

Quelle: dapd

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Auch Außenminister Guido Westerwelle hat Mubaraks Rücktritt begrüßt. "Wir sind Zeugen eines historischen Umbruchs", sagte Westerwelle in New York. "Er lobte die Entscheidung des bisherigen Staatschefs. "Wir freuen uns, dass der Weg frei ist für einen politischen Neuanfang." Die Bundesregierung sei bereit, im Rahmen einer engen Partnerschaft beim demokratischen Wandel zu helfen.

Niebel lehnt Kuerzung der Entwicklungshilfe fuer Aegypten ab

Quelle: dapd

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Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) kündigte an, Geld für die Beratung demokratischer und reformorientierter Kräfte in Ägypten bereitzustellen. Den deutschen politischen Stiftungen werde dafür ein Sonderfonds in Höhe von drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Außerdem halte sein Ministerium zusätzliche acht Millionen Euro für die Förderung der beruflichen Ausbildung junger Menschen bereit.

© dpa/dapd/Reuters/wolf/lala/hai
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