Abschluss der Verhandlungen Union und SPD einigen sich auf Koalitionsvertrag

Doppelte Staatsbürgerschaft, Bildung, Finanzen: Bis in den frühen Morgen haben die Spitzenpolitiker von CDU, CSU und SPD um eine gemeinsame Position gerungen - nun steht der Koalitionsvertrag. Doch noch muss die SPD-Basis über das Papier abstimmen.

Der Koalitionsvertrag steht. Die Spitzen von Union und SPD haben sich geeinigt, sagten Verhandler am Mittwoch.

Bis in den frühen Morgen haben die Spitzenpolitiker von CDU, CSU und SPD um die letzten strittigen Fragen gerungen - allen voran die Finanzierung der politischen Vorhaben. Zunächst waren kurz vor Mitternacht Einigungen bei der Rente und beim Mindestlohn erreicht worden.

Noch muss allerdings die SPD-Basis über das Papier abstimmen. In den kommenden Tagen soll der Koalitionsvertrag an die fast 475.000 Parteimitglieder geschickt werden, die dann per Briefwahl darüber entscheiden.

Wenn die SPD-Basis für einen Koalitionsvertrag zustimmt, könnte Merkel am 17. Dezember im Bundestag zum dritten Mal zur Kanzlerin gewählt werden. Das neue schwarz-rote Kabinett würde dann am selben Tag die Arbeit aufnehmen. Lehnen die SPD-Mitglieder das Papier ab, steuert Deutschland auf Neuwahlen zu.