Seit mehr als einem Jahrzehnt schiebt Deutschland niemanden mehr in das vom Bürgerkrieg gezeichnet Syrien ab. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) will das nun ändern. Die Gespräche mit Syrien über Rückführungen seien fast ein Jahr nach dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad „weit fortgeschritten“, hieß es am Montag aus dem Innenministerium. Noch in diesem Jahr soll es eine Einigung geben – zuerst für Straftäter, dann aber auch für weitere Geflüchtete. Muss nun ein Großteil der 950 000 nach Deutschland geflüchteten Syrerinnen und Syrer die Abschiebung fürchten? Was würde das für Deutschland bedeuten? Und kann Syrien die Menschen überhaupt aufnehmen? Die Süddeutsche Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen:
Dobrindts PläneWelche Folgen Abschiebungen nach Syrien für Deutschland hätten
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Bundesinnenminister Dobrindt will die erzwungene Rückkehr von Syrerinnen und Syrern beschleunigen. Nicht nur Außenminister Wadephul sieht das kritisch. Der Weggang der Menschen könnte große Lücken schlagen.
Von Markus Balser und Benedikt Peters, Berlin
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