Der seinerzeitige SPD-Vorsitzende Kurt Beck kassierte Spott, als er 2007 vorschlug, dass man mit den Taliban in Afghanistan sprechen müsse, da sie militärisch nicht zu besiegen seien und der Weg über Friedensverhandlungen nur über sie führen könne. Markus Söder, damals CSU-Generalsekretär, fand Gespräche mit den Taliban absurd. „Man merkt, dass Herr Beck in Mainz sitzt und sich bislang mehr um Winzer als um Weltpolitik gekümmert hat“, sagte Söder über den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten. Und er befand: „Hobby-Außenpolitiker“ seien eine echte Gefahr.
Anschlag in MünchenSöder fordert Gespräche mit Taliban
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Nach dem Attentat mit zwei Toten in München wächst der Druck auf die noch amtierende Bundesregierung. Die kündigt einen baldigen Abschiebeflug nach Afghanistan an. Aber der CSU-Chef will mehr.
Von Georg Ismar, Berlin

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