MeinungGeschichte und PolitikDie Erinnerungskultur ist in Gefahr

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Kommentar von Stefan Kornelius

Lesezeit: 3 Min.

Russlands Präsident Wladimir Putin und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu weihen in Jerusalem ein Monument für die Blockade von Leningrad im Zweiten Weltkrieg ein.
Russlands Präsident Wladimir Putin und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu weihen in Jerusalem ein Monument für die Blockade von Leningrad im Zweiten Weltkrieg ein. imago images/ITAR-TASS

75 Jahre nach dem Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg wird deutlich: Die Erinnerung verblasst und die Geschichte wird zum Zwecke der Tagespolitik umgedeutet. Besonders Putin treibt ein gefährliches Spiel.

Märchen und Geschichte unterscheiden sich nicht nur darin, dass Märchen ein glückliches Ende finden. Märchen entfalten auch einen pädagogischen Wert, sie sollen zu Güte, Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit anstiften. Die Geschichtsschreibung darf diesen Anspruch nicht erheben. Sie muss eine Lehre sein, darf aber nicht belehren. Im Idealfall moralisiert sie nicht und vereint die Nachkommen in kluger Erkenntnis.

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