Zweiter WeltkriegAls Japans Kaiser zur Kapitulation drängte

In Europa war der Krieg schon aus. Doch Japan ergibt sich erst am 2. September 1945 - nach den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki.

Während in Europa die Waffen bereits schwiegen, ging der Krieg in Südostasien 1945 mit unverminderter Härte weiter. Je näher die Amerikaner den japanischen Inseln kamen, desto verbissener wurde der Widerstand der Truppen Kaiser Hirohitos. Die Schlacht um die Insel Okinawa, der letzten Verteidigungsbastion vor Japan, entwickelte sich zur verlustreichsten des Pazifikkrieges. Tausende Kamikaze-Piloten stürzten sich auf die amerikanische Invasionsflotte, von den 120 000 japanischen Verteidigern starben bei den Kämpfen etwa 100 000. Als die USA die Schlacht um Okinawa am 30. Juni 1945 offiziell für beendet erklärten, zählten sie 20 000 Tote in den eigenen Reihen.

Auf diesem Bild vom 18. Mai 1945 rücken zwei Soldaten des Marine Corps auf der durch Schiffsartillerie völlig verwüsteten Insel vor.

Bild: SZ Photo 2. September 2015, 15:322015-09-02 15:32:45 © SZ.de/mane/rus